16.10.2017 Kundeninformation für Betten Kirchhoff-Kunden:

Sehr geehrte Kundinnen und Kunden,
die heutige Information lautet wie folgt:
unser Unternehmen hat KEINE Schaumstoff-Kissen aus belastetem Material verkauft. Alle Lieferanten von uns haben uns Ende letzter Woche und heute mitgeteilt, dass die von uns eingekaufte Kissenware NICHT betroffen war.
Die Firma Rummel hatte insgesamt nur 73 Matratzen mit dem verunreinigten Material produziert, mit denen wir NICHT beliefert wurden. Wir haben also KEINE belastete Matratze der Firma Rummel an unsere Kunden ausgeliefert. Alle Kunden, die wir letzte Woche vorsorglich schriftlich informiert hatten, erhalten mit heutiger Post Entwarnung und können nun wieder unbeschwert auf ihrer Matratze schlafen.
Die Firma Optimo hat uns eine Liste mit Kommissionsnamen zugesandt aus der hervor geht, welche unserer Kunden das Produktionsdatum ihrer Matratze kontrollieren sollten. Matratzen mit dem Produktionsdatum 12.09.2017 oder früher sind grundsätzlich NICHT belastet. Außerdem sind einige Modelle freigegeben, da diese mit anderen Schäumen produziert wurden. Wir informieren alle Kunden des betreffenden Zeitraums mit heutiger Post.
Alle weiteren Lieferanten haben ihre Chargen inzwischen kontrolliert und haben uns darüber informiert, dass wir keine belastete Ware erhalten haben.

 

PRESSEINFORMATION Rummel Matratzen 16.10.2017
ENTWARNUNG
SCHADSTOFFBELASTUNG IN TDI-SCHAUMSTOFFEN

Kunden des Matratzenherstellers Rummel dürfen wieder aufatmen. Schon vor der Entwarnung des Chemiekonzerns BASF, hatte das Krisenmanagement von Rummel Matratzen gute Arbeit geleistet und alles unternommen, damit Handelspartner und Endkunden bald wieder beruhigt schlafen können.
In den Fertigungshallen des Unternehmens wurden bereits Anfang der Woche alle möglicherweise betroffenen Materialen definiert und in ein externes Lager aussortiert. So konnte Rummel schon am Mittwochnachmittag wieder die Produktion aufnehmen. Im Handel befindliche Artikel konnten ebenfalls bestimmt werden. Erfreut zeigte sich das Unternehmen darüber, dass die Anzahl der in Frage kommenden Matratzen sich in Grenzen hielt. 73 Schaumstoffkerne wurden gezählt und eine sofortige Austauschaktion veranlasst. Auch wenn eine gesundheitliche Gefährdung laut BASF nicht gegeben ist, sollen alle belasteten Schaumstoffe nach der Rückholung zur Entsorgung an die Vorlieferanten zurückgegeben werden.
Das Unternehmen zeigt sich äußerst erleichtert, dass seitens BASF Entwarnung gegeben wurde. „Das Wohlbefinden unserer Traumschläfer liegt uns sehr am Herzen. Wir werden alles dafür tun, auch weiterhin den sehr hohen Qualitätsansprüchen unserer Kunden gerecht zu werden!“, so Klaus Neudecker aus der Rummel Geschäftsleitung. Alle Matratzen des Unternehmens sind zertifiziert nach Oeko-Tex-Standard 100, Produktklasse 1 für Babyartikel, und erfüllen die höchsten Anforderungen gesundheitlicher Unbedenklichkeit.
Rummel steht seit Beginn an in regelmäßigen Kontakt mit seinen Kunden und informiert diese, sobald es Neuigkeiten gibt.
Lobende Worte findet man bei Rummel insbesondere für den Matratzenverband: „Dr. Leifeld hat uns kontinuierlich und umfassend mit hilfreichen Informationen versorgt und sich mit aller Kraft für das Wohl der Verbraucher engagiert. Ohne den Einsatz des Matratzenverbandes, wäre ein derart schnelles Handeln sicherlich nicht möglich gewesen.“, so Klaus Neudecker.
www.rummel-matratzen.de

 

13.10.2017 Kundeninformation für Betten Kirchhoff-Kunden:
Sehr geehrte Kundinnen und Kunden,
täglich erhalten wir genauere Informationen von unseren Lieferanten. So konnten wir heute schon einige Kunden darüber informieren, dass ihre Matratze nicht von der Verunreinigung betroffen ist. Kunden, deren Matratze leider nicht die erforderliche Qualität aufweist, werden wir schnellstens über den Austausch und die Neulieferung ihrer Ware informieren, sobald die Produktion unserer Lieferanten wieder genug Kapazitäten bietet und wir diesbezügliche Auftragsbestätigungen erhalten.

Über die Qualitätsproblematik konnten wir heute Folgendes in Erfahrung bringen:
BASF stellt flüssiges Material her, das an Schaumproduzenten geliefert wird. Die Schaumproduzenten verwenden verschiedene flüssige Substanzen, die miteinander zu Schäumen reagieren. Den Schaumproduzenten nachgelagert sind Prüflabore, die die produzierten Schäume auf ihre Qualität, speziell auf die Einhaltung der Prüfkriterien für das Ökotex-Standard100-Zertifikat kontrollieren. Die Schäume werden von unseren Matratzenlieferanten aufgekauft. Einer unserer wichtigsten Lieferanten bezieht beispielsweise von vier verschiedenen Schaumlieferanten seine Schäume, wobei hier nicht nur TDI-, sondern auch MDI-Schäume eingekauft werden. Die Schäume werden in den Matratzen vielfältig kombiniert.

Einem Prüflabor sind erhöhte Werte aufgefallen. Diese Ergebnisse wurden unseren Lieferanten gemeldet und über unsere Lieferanten ist die Information an uns gelangt. Es gab zu diesem Zeitpunkt keine diesbezügliche Information aus dem Hause BASF an uns. Diese Informationspolitik von BASF wurde inzwischen auch von der Politik kritisiert. Unsere Lieferanten sowie auch wir sind zufrieden darüber, dass die Qualitätssicherung in unserer Lieferkette funktioniert hat. Jedoch sind erhebliche Kosten und Imageschäden entstanden, die hätten vermieden werden können.

Letztendlich sind auch Sie als unsere Kunden durch notwendige Abwicklungen betroffen. Dies tut uns leid. Wir bedanken uns heute für Ihre Geduld und unser Dank gilt auch unseren Lieferanten, die sich bisher sehr fair, offen und bemüht uns gegenüber verhalten haben.

 

Pressemitteilung des Verbandes der deutschen Möbelindustrie
Auch die Möbelindustrie kann Entwarnung geben

Achim Hannott, Sprecher des Verbandes der Deutschen Möbelindustrie (VDM), erklärt:
„Auch wir als Möbelindustrie können nach dem Produktionsfehler bei BASF Entwarnung geben. Die Verunreinigung des zwischen dem 25. August und 29. September 2017 hergestellten Toluoldiisocyanat (TDI) – einem Ausgangsstoff für den Spezialkunststoff Polyurethan – besitzt nach eigenen Überprüfungen und Messungen keine negativen Auswirkungen auf unsere Endprodukte und damit auf die hohe Qualität der Produkte der heimischen Möbelindustrie. Eine gesundheitliche Gefährdung kann auf Grundlage der gestrigen Presseerklärung von BASF sowie eigener Überprüfungen ausgeschlossen werden.“
Bad Honnef, 13. Oktober 2017,  www.moebelindustrie.de

 

12.10.2017 Kundeninformation für Betten Kirchhoff-Kunden:
Sehr geehrte Kundinnen und Kunden,
Heute erhielten wir die >>u.g. weitere Presseerklärung<<. Wir bitten Sie um weitere Geduld, unsere Lieferanten sind weiterhin sehr bemüht, uns Kommissionsgenau Auskünfte zukommen zu lassen.
Vielen Dank.
Ihr Betten KIRCHHOFF Team

 

11.10.2017 Information für Betten KIRCHHOFF Kunden:
Sehr geehrte Kundinnen und Kunden,
Bezüglich der Produktion von Schaumstoffprodukten können wir Sie heute wie folgt informieren:
Es gibt zumindest zwei Produktionsverfahren für Schaumstoffe, nämlich Schäume aus TDI- oder MDI-Produktion. Von der Verunreinigung betroffen sind nur Schäume von BASF aus der TDI-Produktion, und davon nur bestimmte Chargen. Daher konnten einige unserer Lieferanten uns heute schon bestätigen, dass ihre Produkte nicht betroffen sind.
Dies sind:
– Dreamtec, unser Lieferant für Wasserbetten
– Dynaglobe, einer unserer Lieferanten für luftgefederten Schlafsysteme

Weitere Lieferanten verwenden beide Schaumstoffe, so dass wir Artikellisten erhalten werden, die entsprechende Informationen zu verschiedenen Matratzenmodellen geben.

Außerdem haben wir heute eine größere Matratzenmenge geordert, die mit Sicherheit unbelastet ist. Sollten Sie zu den von uns persönlich informierten Kunden gehören, deren Matratze vorsichtshalber überprüft werden sollte, so halten wir zu diesem Zweck eine sehr schön gearbeitete, moderne Austausch-Matratze für Sie bereit, die Ihnen zur Verfügung steht, bis wir genauere Angaben zu Ihrer Ware machen können. Diese Austausch-Matratzen befinden sich ab Freitag nachmittag, den 13.10.2017 bei uns am Lager. Sollten Sie selbst die Möglichkeit zur Anlieferung und Abholung haben, so freuen wir uns und haben das Lager am Samstag, den 14.10.2017 zu diesem Zweck besetzt. Wir nehmen dann Ihre Matratze entgegen und händigen Ihnen die Austauschmatratze aus. So können Sie vorerst weiterhin gut Schlafen.

Schaumstoffkissen aus mit Sicherheit unbelasteter Produktion, die wir Ihnen gerne als Ersatz anbieten möchten, wenn Sie ab dem 27.09.2017 Schaumstoff-Nackenstützkissen bei uns gekauft haben, erhalten wir in der nächsten Woche. Auch hier sind nur einige der von uns verkauften Produkte evtl. von der Verunreinigung betroffen. Bitte besuchen Sie uns mit Ihrem Kissen und Ihrem Kaufbeleg, dann können wir Ihnen hoffentlich weitere Auskünfte hierzu geben. Wir bedauern diesen Aufwand sehr und bemühen uns, für Sie eine schnelle und zufriedenstellend Lösung zu finden.

 

10.10.2017 Informationen für Betten KIRCHHOFF Kunden:
Sehr geehrte Kundinnen und Kunden,

Heute haben wir die u.g. Pressemitteilung sowie gleichlaufende Informationen von unseren Lieferanten erhalten. Da uns noch keine konkreten Angaben darüber vorliegen, ob wir und damit Sie als unsere Kunden durch die verunreinigte Schaumproduktion betroffen sind, haben wir alle Kunden, die in dem entsprechenden Zeitraum mit Schaummatratzen von uns beliefert wurden, persönlich angeschrieben.
Ihr Betten KIRCHHOFF Team


Pressemitteilungen vom Fachverband Matratzen-Industrie e.V.

PRESSERKLÄRUNG VOM 12.10.2017 – 16:00

Endlich Entwarnung!
BASF: Keine Gesundheitsgefahr durch Matratzen mit 1,4-DCB

Soeben hat BASF uns darüber informiert, dass nach internen chemisch-physikalischen Tests keine Gesundheitsgefahren von Matratzen ausgehen, die aus den mit DCB verunreinigten Schaumstoffen hergestellt wurden.
Zur Erklärung:
Unmittelbar nach der Herstellung des Schaums beginnt sich das DCB darin zu verflüchtigen, so dass sich der Gehalt im Schaum bereits nach einem Tag halbiert hat. Wenn man davon ausgeht, dass es mindestens eine Woche dauert, bis aus einem Schaumblock eine Matratze entstanden ist, die in den Handel gelangt, hat sich der DCB-Wert nach Information der BASF auf 10 Prozent der ursprünglichen Belastung reduziert. Auf der Basis dieser Erkenntnisse ist BASF zu dem Ergebnis gekommen, dass auch bei der höchsten anzunehmenden Belastung von Matratzen mit DCB nach dem Störfall im BASF-Werk in Ludwigshaben keine Gefahr für Verbraucher von diesen Produkten ausgeht.
Diese Nachricht freut uns sehr und zeigt, dass nach der tagelangen Unsicherheit sowohl für Verbraucher, Handel als auch für uns als Matratzen-Hersteller nun endlich Bewegung in die Sache kommt.
BASF und die Schaumstoff-Industrie – also die Zulieferer der Matratzen-Hersteller – haben verstanden, dass sie ihre Kommunikation in dieser Angelegenheit stärker auf die Bedürfnisse und Sorgen der Verbraucher ausrichten müssen.
Der Fachverband Matratzen-Industrie e.V. wird Sie auch weiterhin laufend über alle neuen Erkenntnisse informieren.

PRESSERKLÄRUNG VOM 10.10.2017 – 13:00

Unsere Geschäftsstelle ist aufgrund der zahlreich eingehenden Anfragen derzeit völlig überlastet.
Mitgliedsunternehmen und Presse bitten wir um Kontaktaufnahme per Mail. Wir melden uns, sobald es uns möglich ist, bei Ihnen.
Von allen anderen Anfragen bitten wir derzeit abzusehen.
Bedenken Sie, dass aufgrund der Lieferketten und damit verbundenen Produktionszeiten noch nicht viele belastete Matratzen in den Handel oder schlimmstenfalls in die Privathaushalte gelangt sein dürften. Aber jede einzlene belastete Matratze ist eine zuviel! Unsere Mitglieder klären derzeit mit ihren Lieferanten betroffene Chargen ab und geben die Informationen dann sofort an den Handel.
Einige Unternehmen haben die Matratzenproduktion eingestellt oder erheblich gedrosselt. Auslieferungen an Kunden wurden ebenfalls gestoppt. Wir werden alles tun, um schnellstens selbst einen Überblick zu bekommen und fordern weiterhin mehr konkrete Informationen und nach Möglichkeit Handlungsempfehlungen seitens der Zulieferindustrie. Sie können sich als Verbraucher, Händler und Geschäftspartner unserer Mitgliedsunternehmen darauf verlassen, dass wir alles in unserer Macht Liegende tun werden, um Mensch und Umwelt zu schützen. Weitere Informationen folgen, sobald wir diese vorliegen haben.
Lassen Sie uns gemeinsam besonnen, verantwortungsvoll und kompetent mit der für alle unbekannten Situation umgehen.
Besten Dank für Ihr Verständnis.
Das Team vom Fachverband Matratzen-Industrie e.V.

PRESSERKLÄRUNG VOM 07.10.2017 – 16:00

Leider haben wir genau zum Wochenende von Mitgliedsunternehmen die Nachricht erhalten, dass es bei BASF zu einem unerfreulichen Zwischenfall bei der Herstellung von TDI gekommen ist. Das Produkt Lupranate T 80 A, das zwischen dem 25.08. und 29.09.2017 [sic!]  in Ludwigshafen hergestellt wurde, weist laut MItteilung der BASF erhöhte Konzentrationen an Dichlorbenzolen (DCB) auf.
Uns ist schleierhaft und unerklärlich, warum uns diese Information erst jetzt, am Freitagnachmittag des 06.10.2017, über unsere Mitgliedsunternehmen erreicht.
Wir gehen davon aus, dass bei der Entnahme von Proben bei der Produktherstellung derartige Besonderheiten unmittelbar erkannt werden und darauf sofort und unverzüglich reagiert wird.
Als unmittelbare Reaktion auf diese Nachricht hat der PU-Schaumstoffhersteller Carpenter „Force Majeure“ erklärt. Das Vorliegen eines Force Majeure setzt höhere Gewalt voraus, also ein Ereignis, das von außen kommt und in keinem betrieblichen Zusammenhang steht. Die bloße Geltendmachung von „Störfällen“ oder „technischen Problemen“ reicht hierfür regelmäßig nicht aus. Wir denken, dass auch die anderen Produzenten von PU-Schaumstoffen sich zeitnah öffentlich äußern werden.
Der durch diesen Vorfall entstandene wirtschaftliche Schaden und auch der daraus resultierende Imageverlust ist für die Matratzen-Industrie immens.
Matratzen aus Schaumstoffen (PU/PUR) bestehen aus Polyurethan. Polyurethan wird chemisch gewonnen, indem  Polyisocyanaten mit mehrwertigen Alkoholen, den Polyolen, reagieren. Dies  nennt man Polyadditionsreaktion. Die Verknüpfung erfolgt durch die Reaktion der Isocyanatgruppe (–N=C=O) eines Moleküls mit der Hydroxygruppe (–OH) eines anderen Moleküls unter Bildung einer Urethangruppe (–NH–CO–O–). Polyurethane können je nach Wahl des Polyisocyanats und des Polyols unterschiedliche Eigenschaften aufweisen. Bei der Herstellung von Schäumen für Matratzen  stehen nur wenige Isocyanatkomponenten zur Verfügung, damit Schaumstoffmatratzen entsprechende Qualitäten (Dichte, Raumgewicht) aufweisen, z.B. darf der Schaum weder zu hart noch zu weich sein.
Somit werden Schäume für Matratzen entweder mit Toluylendiisocyanat (TDI) oder Methylendi(phenylisocyanat) (MDI) als Isocyanate aufgeschäumt. Besonders bedauerlich ist, dass die Matratzen-Industrie auf nur wenige Hersteller von TDI weltweit angewiesen ist und diese einerseits die Preise extrem stark erhöhen und andererseits in der Lieferkette in der letzten Zeit ständig Fälle von Force Majeuere erklärt wurden, die die Rohstoffe einerseits verknappen und andererseits weiter verteuern. In Deutschland und Europa  gibt es nach unseren Informationen nur drei Hersteller von TDI, das sind Covestro, BASF und BorsodChem.
Die Preisexplosionen des TDI waren bislang gigantisch, allein seit März 2016 ist der Preis für TDI um mindestens 80 Prozent gestiegen, permanent werden weitere Preiserhöhungen angekündigt.
Covestro hat genau vor einem Jahr, am  6. Oktober 2016, Force Majeure für die Isocyanate MDI und TDI in Europa erklärt, die bis Mitte Dezember 2016 andauerte. Ein BASF-Investment von 1 MRD € in ein neues Werk in Ludwigshafen erscheint bislang wirkungslos, da die Anlage wegen technischer Schwächen nur eingeschränkt läuft. Jetzt soll es bei der Herstellung des TDI bei BASF in Ludwigshafen zu einem Zwischenfall gekommen sein, der dazu führt, dass der produzierte Schaumstoff mit Dichlorbenzolen verunreinigt ist.
Schäume aus TDI werden vor allem in der Matratzen- und Auto-Industrie eingesetzt.
Die jetzige Rohstoffverknappung und Preisexplosion stellen die meist mittelständischen Matratzenhersteller vor sehr große Probleme. Durch den hohen Rohstoffkostenanteil bei Schaumstoffmatratzen drohen existenzgefährdende Margenverluste in einer nicht transparenten Situation.
Niemand ist derzeit in der Lage, die aktuelle Situation faktisch einzuschätzen, da wir die Informationen der Rohstofflieferanten als ungenügend empfinden und kaum Handlungsanleitungen vorliegen.
Neben dem wirtschaftlichen Schaden ist aber auch ein erheblicher Imageverlust Folge der jetzigen Situation.
Der Handel und die Verbraucher legen zurecht Wert auf verlässliche Produkte und zeitnahe Informationsweitergabe. Wir haben versucht, noch am Freitag Informationen von der BASF zu erhalten, doch trotz des gravierenden Zwischenfalls war dort niemand mehr telefonisch erreichbar.
Im nächsten Schritt werden wir versuchen, Informationen über die konkrete Belastung der Schäume mit DCB zu erhalten, da bislang völlig ungeklärt ist, ob und wie stark die Grenzwerte welcher Schäume belastet sein könnten. Als Verband erwarten wir und die uns angeschlossenen Hersteller von Seiten der Lieferanten eine zeitnahe, umfassende und qualifizierte Aufklärung mit Fakten und Informationen.
Uns ist bewusst, dass Dichlorobenzole sowohl in hohem Maße umweltbelastend als auch gesundheitsschädlich sind und wir werden unseren Pflichten als Hersteller unverzüglich nachkommen, sobald uns nähere Informationen zum Gefährdunspotenzial vorliegen.
Wir bedauern sehr, dass wir bislang keine Informationen seitens der BASF oder anderer Lieferanten in der Lieferkette erhalten haben und bitten interessierte Journalisten, sich mit weiteren Fragen unmittelbar an diese Unternehmen zu wenden.
Wir bereiten uns, je nach Eingang der weiteren Informationen, entsprechend vor, um alle Verbraucher im Rahmen der Produktverantwortung angemessen und wirksam zu  informieren und damit vor Beeinträchtigungen durch von unseren Mitgliedsunternehmen produzierte Matratzen zu schützen.

Kontakt: Claudia Wieland, Presse Fachverband Matratzen-Industrie e.V., http://www.matratzenverband.de/